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Praxisbeispiel: Sprachförderung mit Büchern und Geschichten

Das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM fördert das Vorlesen und Geschichtenerzählen und damit auch das Lesen und die Sprachentwicklung von Kindern. Die Projekte "Buchstart" und "Schenk mir eine Geschichte" stellen wir kurz näher vor.


Foto: Sven Brandsma | unsplash.com

Das SIKJM setzt sich mit vielfältigen Angeboten für die Leseförderung in der Schweiz ein - unter anderem auch mit dem jährlich stattfindenden Schweizer Vorlesetag (vgl. News, 08.02.2024). Zwei Projekte zur frühen literalen Förderung sind "Buchstart" und "Schenk mir eine Geschichte".


Buchstart

Foto: Buchstart-Paket | buchstart.ch

Die ersten Lebensjahre sind für die Entwicklung eines Kindes von entscheidender Bedeutung: Insbesondere Babys und Kleinkinder brauchen Zuwendung und vielfältige sprachliche Anregung. Nicht alle Kinder wachsen aber unter gleich guten Bedingungen auf. Mit Buchstart wollen das SIKJM und Bibliomedia Schweiz jedem Neugeborenen einen guten Start in die Welt der Sprache ermöglichen.


Jedes Neugeborene in der Schweiz erhält über Bibliotheken, Kinderarztpraxen oder Mütter- und Väterberatungen ein Buchstart-Paket mit zwei Pappbilderbüchern geschenkt. Das Paket enthält auch eine mehrsprachige Broschüre, die Eltern zeigt, wie sie eine gesunde Sprachentwicklung bei ihrem Kind unterstützen können. Bilderbücher sind nicht nur eine grosse Hilfe beim Spracherwerb, sie fördern auch die Gesprächskultur innerhalb der Familie und bieten Trost und Geborgenheit.


Ausserdem veröffentlicht Buchstart jedes Jahr einen Flyer (PDF Buchstart-Tipps 2023/2024) mit empfehlenswerten Büchern für Kinder bis drei Jahre.



Schenk mir eine Geschichte - Family Literacy

Um Eltern, deren Kinder mehrsprachig aufwachsen, bei der Sprach- und Leseförderung ihrer Kinder zu stärken, hat das SIKJM «Schenk mir eine Geschichte» ins Leben gerufen. Mehrsprachige Familien werden an speziell für sie entwickelten Veranstaltungen von vom SIKJM ausgebildeten Lesanimator:innen gezielt unterstützt. So erhöht sich die Chance, dass sich Kinder in ihrer Mehrsprachigkeit gut entwickeln.


Ausgebildete Leseanimator:innen führen in der ganzen Deutschschweiz regelmässig Geschichtenstunden in über zwanzig Sprachen durch. Eltern besuchen diese gemeinsam mit ihren mehrsprachig aufwachsenden Kindern. Zusammen hören sie Geschichten in ihrer Erstsprache oder in Deutsch, singen Lieder, schauen Bilderbücher an, spielen und basteln.


Die Leseanimator:innen sprechen zudem mit den Eltern über Möglichkeiten der Sprach- und Leseförderung in der Familie und helfen bei Fragen zur mehrsprachigen Erziehung und Integration. Die Eltern lernen so Angebote in ihrer Umgebung kennen, die sich speziell an Familien mit Kindern im Vorschulalter richten: Elterntreffs, Spielgruppen, Angebote von Bibliotheken oder Deutschkurse. Die Animationen sind für Familien kostenlos. Sie finden in Bibliotheken, Schulen, Familien- und Quartierzentren statt.


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