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Kanton Luzern: Normalarbeitsvertrag für Kita-Vorpraktika

Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat einen Normalarbeitsvertrag (NAV) für Arbeitnehmende im Vorpraktikum in privaten Kindertagesstätten verabschiedet. Demnach darf ein solches Vorpraktikum nicht länger als sechs Monate dauern. Verlängert werden darf es nur, wenn der Praktikantin / dem Praktikanten ein Ausbildungsplatz fürs Folgejahr verbindlich zugesichert wird oder ein entsprechend höherer Lohn ausbezahlt wird.


Foto: pixabay.com

Kontrollen bei privaten Kindertagesstätten im Kanton Luzern ergaben 2017, dass insbesondere bei den Vorpraktika die Lohnempfehlungen des Verbandes Kinderbetreuung Schweiz (kibesuisse), die der Tripartiten Kommission Arbeitsmarkt (TKA) als Grundlage für die Lohnberechnungen dienten, oft unterschritten wurden. Zudem zeigte sich, dass auch die von der TKA empfohlene Maximaldauer eines Vorpraktikums von einem Jahr vielfach nicht eingehalten wurde. Daraufhin hat die TKA Kriterien für Vorpraktika in Kitas definiert. Bei Nachkontrollen wurden jedoch nur geringfügige Verbesserungen festgestellt. In der Folge wurde die TKA vom Gesundheits- und Sozialdepartement (GSD) beauftragt, mit weiteren Organisationen einen Normalarbeitsvertrag auszuarbeiten.


Der jetzige Normalarbeitsvertrag ist das Ergebnis der Auswertung der öffentlichen Vernehmlassung, an der auch kibesuisse teilnahm.


Vorpraktika: Mindestlohn, beschränkte Laufzeit und Zusicherung eines Ausbildungsplatzes

Für 6-monatige Praktika gilt ausserdem ein Mindestlohn von 950.- Franken / Monat. Ein Vorpraktikum kann nur auf maximal zwölf Monate verlängert werden, wenn der Betrieb der arbeitnehmenden Person verbindlich einen Ausbildungsplatz für das folgende Ausbildungsjahr zusichert oder einen Mindestlohn von 2'000.- Franken / Monat ausbezahlt.


Der auf drei Jahre befristete Normalarbeitsvertrag Kita tritt per 1. Juli 2024 in Kraft.


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