Policy Brief der UNESCO zur inklusiven frühkindlichen Bildung

Die frühkindliche Bildung hat das Potential, die Chancen benachteiligter Kinder zu verbessern. Voraussetzzung ist jedoch, dass die Angebote im Frühbereich inklusiv sind.


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Mit der Verabschiedung der Agenda 2030 und der Ratifikation verschiedener UN-Menschenrechtskonventionen hat sich die internationale Staatengemeinschaft verpflichtet, allen Menschen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherzustellen. Dazu gehört auch der Bereich der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung. Trotz der Verpflichtungen sind die Bemühungen der Länder, die frühkindliche Bildung inklusiv anzulegen und zu realisieren sehr unterschiedlich.


Rahmenbedingungen

Ein universeller, niederschwelliger Zugang ist für eine inklusive Bildung essentiell. Gemäss UNESCO sind die Staaten gefordert, bestehende Zugangsbarrieren im Zusammenhang mit dem sozioökonomischen Status, Geschlecht, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Sprache, usw. abzubauen. In nur 3 von 10 Ländern ist eine Vorschulbildung von mindestens einem Jahr obligatorisch. Um die frühkindliche Bildung sicherzustellen, ist es angezeigt, die erforderlichen Gesetze zu verabschieden und zielgruppenspezifische Massnahmen zu ergreifen. Ferner ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteure zu fördern, damit besondere Bedürfnisse frühzeitig erkannt und geeignete Dienstleistungen angeboten werden können. Insbesondere benachteiligte Eltern sind niederschwellig zu befähigen, um bei Bedarf adäquat Unterstützung für ihre Kinder in Anspruch nehmen zu können.


Pädagogische Praxis

Inklusive Lehrpläne unterstützen die sozio-emotionale Entwicklung und Identitätsbildung der Kinder. Hierfür haben die Bildungsinhalte, insbesondere das «Spiel», den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Inklusive, frühkindlichen Bildungsaktivitäten fördern bei Kindern das Gefühl der Wertschätzung und Zugehörigkeit. Um die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung inklusiv und die Zusammenarbeit mit den Eltern konstruktiv gestalten zu können, ist es zentral, dass das methodische Wissen den Fachpersonen im Frühbereich im Rahmen von Aus- und Weiterbildung vermittelt wird.


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