Schulergänzende Betreuung: Lausanne mit Kinderaugen sehen

Die Kinder der Lausanner Tagesstrukturen haben im letzten Jahr an einem Projekt zur künstlerischen Kartierung der Stadtquartiere teilgenommen. Das Resultat ist eine Publikation, die den Platz sichtbar macht, den Kinder im städtischen Raum einnehmen.


Le quartier de l'APEMS des Aubépines à Lausanne à travers les yeux des enfants
Das Quartier Aubépines aus Kinderperspektive. Quelle: Ville de Lausanne.

Begleitet von Fachleuten haben die Kinder aus 29 Einrichtungen der schulergänzenden Betreuung ihre Quartiere erkundet und dann Karten davon gezeichnet. In der Gesamtschau ergibt sich ein erstaunliches und poetisches Bild der Stadt. Darauf erkennt man Fixpunkte der Quartiere, Strassen, Schaukeln, Katzen ebenso wie Gebäude. Sie alle fügen sich zu einem unkonventionellen Abbild der Stadt zusammen – gesehen aus Kinderperspektive.


Das Vorgehen zeigt die Entwicklung und die Komplexität der schulergänzenden Betreuung und v.a. die Notwendigkeit, Kinder als Akteur*innen in ihren Quartieren und vollwertige Mitglieder der städtischen Gemeinschaft einzubinden.


Das Projekt mündete Ende 2020 in einem 120-seitigen Buch: Texte von politischen Persönlichkeiten, Betreuungs- und Lehrpersonen wechseln sich ab mit den Werken der Kinder. So bildet die Publikation die ambitiöse Vision der Lausanner schulergänzenden Betreuung ab und ist eine Hommage an diejenigen Erwachsenen, die Gelegenheiten für Kinder schaffen, ihren Lebensraum für sich zu erobern.


Publikation: Accueil parascolaire à Lausanne : chronique d'une politique publique. Une cartographie de la ville par les enfants. Ouvrage issu d’un projet collaboratif dirigé par Jean-Claude Seiler et édité par la Direction de l'enfance, de la jeunesse et des quartiers de la Ville de Lausanne.


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