Stadt Zürich: Abstimmung über Tagesschulen

Die Stadt Zürich stimmt am 25. September 2022 über zwei Varianten zur definitiven Einführung von Tagesschulen ab. Zur Wahl stehen die teurere Variante des Parlaments und eine günstigere des Stadtrats.


Foto: Taylor Flowe | unsplash.com

Die Tagesschule soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Bildungschancen sowie die Zusammenarbeit von Unterricht und Betreuung fördern. Im Rahmen des Pilotprojekts «Tagesschule 2025» werden bis Ende 2022 insgesamt 30 Schulen als Tagesschulen geführt. Hier bleiben Schülerinnen und Schüler ab dem 2. Kindergarten an Tagen mit Nachmittagsunterricht über Mittag in der Schule (gebundene Mittage). Sie erhalten eine warme, ausgewogene Mahlzeit und verbringen die Freizeit bei unterschiedlichen Aktivitäten. Die Teilnahme an den gebundenen Mittagen ist freiwillig. Die Tagesschule soll ab 2023 etappenweise bis zum Schuljahr 2030/31 an den Schulen der städtischen Volksschule definitiv eingeführt werden.


Für die definitive Einführung der Tagesschule muss die Gemeindeordnung – die Verfassung der Stadt Zürich – angepasst werden. Deshalb wird nun darüber abgestimmt. Die konkrete Ausgestaltung derTagesschule ergibt sich aus der Verordnung über die Tagesschulen. Hier liegen zwei Varianten vor:


SP, AL, Grüne, GLP und EVP befürworten die teurere Variante (126 Millionen Franken pro Jahr) des Parlaments. Mit 6 Franken pro Mittag und Kind werde bei dieser Variante ein «bezahlbarer Tarif» für Eltern geboten und sei über Mittag eine Betreuung durch einen hohen Anteil an qualifiziertem Personal sichergestellt.


FDP und Mitte befürworten die mit 75 Millionen Franken pro Jahr günstigere Variante des Stadtrats. Die SVP lehnt die Tagesschule grundsätzlich ab, spricht sich aber in der Stichfrage für die Variante des Stadtrats aus. An der vom Parlament ausgestalteten Variante werden insbesondere die hohen Kosten kritisiert.



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