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Weltstillwoche 2026: «Gemeinsam - Stillen stärken»

  • vor 1 Stunde
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Vom 14. bis 20. September 2026 findet die Weltstillwoche statt. Sie setzt den Fokus auf die gesellschaftliche Verantwortung für das Stillen: Alle können dazu beitragen, Stillende zu stärken und unterstützende Rahmenbedingungen zu schaffen.


Zeichnung: Mann und Frau sitzen auf Rakete und Frau stillt ein Baby.
Illustration: Stillförderung Schweiz

Die Kampagne «Gemeinsam – Stillen stärken» will dazu beitragen, dass sich Stillende von der Gesellschaft getragen und geschützt fühlen. Stillen gehört zum Alltag: Es soll auch im öffentlichen Raum sichtbar und akzeptiert sein. Die diesjährige Weltstillwoche macht auf den kollektiven Wert der Säuglings- und Kleinkinderernährung mit Muttermilch aufmerksam und ruft zu gesellschaftlicher Solidarität auf.


Stillen hat viele positive Effekte auf die Gesundheit von Mutter und Kind. Dabei wirkt es auch als Primärprävention gegen Krankheiten, die hohe Gesundheitskosten verursachen. Wer nicht stillen kann oder sich bewusst und informiert dagegen entscheidet, soll Zugang zu sicheren Alternativen haben und Unterstützung erhalten. Die Qualität und Sicherheit von Muttermilchersatzprodukten muss garantiert werden.


Die jüngste Schweizer Studie zur Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern (2024) stellt fest, dass Babys heute länger und häufiger gestillt werden als vor zehn Jahren. Jedoch stossen Berufstätige in der Arbeitswelt nach wie vor auf Hürden beim Stillen bzw. Abpumpen von Muttermilch. So gab in der Studie ein Drittel der Befragten an, am Arbeitsort keinen geeigneten Raum zur Verfügung zu haben.


Die Arbeitgebenden sind aufgefordert, diesen Mangel bei der Umsetzung des gesetzlichen Rechts auf Stillen am Arbeitsplatz zu beheben. Darüber hinaus braucht es bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – insbesondere eine Verlängerung des bezahlten Mutterschaftsurlaubs bzw. die Einführung einer angemessenen Elternzeit.


«Gemeinsam – Stillen stärken» bedeutet auch, bewährte stillfreundliche Massnahmen weiterzuführen und wo möglich auszubauen: zum Beispiel die «Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen» der Baby-Friendly Hospital Initiative, bezahlte Stillpausen, Peer-to-peer Angebote (Austausch zwischen Personen mit ähnlichen Erfahrungen) sowie Unterstützung durch Fachpersonen. Alle Mütter und Elternpersonen, die stillen möchten, sollen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Dazu gehören auch Informationen und Beratungen vor der Geburt, welche von der Krankenversicherung bis zu einem gewissen Umfang übernommen werden.



Fachtagungen im Rahmen der Weltstillwoche

Im Rahmen der Weltstillwoche führt Stillförderung Schweiz drei interdisziplinäre Fachtagungen in Zürich, Lausanne und Lugano durch:




Weitere Informationen und Materialien zur Aktionswoche


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