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Kanton Thurgau: Totalrevision der Richtlinien für die Bewilligung und Aufsicht von Kindertagesstätten - Stellungnahme von Alliance Enfance

  • 29. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Alliance Enfance hat an der Vernehmlassung zur Totalrevision der Richtlinien für die Bewilligung und Aufsicht von Kindertagesstätten (RL-DJS Kita) teilgenommen. Der Verein begrüsst insbesondere den Bezug auf den Orientierungsrahmen für Bildung und Betreuung von Kindern und die Massnahmen zur Steigerung der Qualität.


Foto: Josh Eckstein | unsplash.com
Foto: Josh Eckstein | unsplash.com

Die aktuellen Richtlinien zur Kinderbetreuung im Kanton Thurgau stammen aus dem Jahr 2006 und sind überholt. Der Kanton Thurgau möchte schrittweise neue, je separate Richtlinien für unterschiedliche Einrichtungsformen entwickeln: Kindertagesstätten, schulergänzende Tagesstrukturen und Kinder-/Jugendheime.

 

Als erstes ging er die Richtlinien für Kindertagesstätten an und hat diese per Anfang Jahr ohne vorgängige Vernehmlassung in Kraft gesetzt. Aufgrund zahlreicher kritischer Rückmeldungen und offener Fragen wurden die neuen Richtlinien aufgehoben und eine Vernehmlassung durchgeführt (Richtlinien-Entwurf, Frist: 30. Juni 2026). Da aus den neuen Richtlinien auch diejenigen für die schulergänzenden Tagesstrukturen abgeleitet werden sollen, wird die Vernehmlassung auch diesen Bereich beeinflussen.


Mehr Qualität in Bildung und Betreuung

Alliance Enfance begrüsst, dass die Empfehlungen von SODK / EDK zur Qualität und Finanzierung der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung die Grundlage für Betriebskonzepte und damit Aufsicht und Bewilligung sein sollen. Ebenfalls begrüssen wir es sehr, dass der Orientierungsrahmen für Bildung und Betreuung von Kindern (2025) als Referenzdokument zur Entwicklung der pädagogischen Qualität beitragen soll.


Die Richtlinien könnten zu einer Steigerung der Qualität von Bildung und Betreuung beitragen, implizieren aber auch eine Kostensteigerung. Hier fehlen aus Sicht von Alliance Enfance abfedernde Massnahmen, um die Betreuungsinstitutionen oder die Eltern von der zu erwartenden Kostensteigerung zu entlasten.




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