Bericht der EU-Kommission: Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die FBBE

Die Corona-Pandemie offenbarte die Relevanz der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bei der Unterstützung von Familien und der Gesellschaft insgesamt. Der Fokus lag dabei primär – im Vergleich zu anderen Bildungsbereichen – auf der familienergänzenden Kinderbetreuung für Erwerbstätige in «systemrelevanten» Berufen, während die frühkindliche Bildung und inklusive Aspekte weitgehend vernachlässigt wurden.


Foto: European Commission

Der Bericht der Europäischen Kommission hält fest, dass der Bereich der frühkindlichen Bildung in den verschiedenen EU-Ländern während der Pandemie sehr unterschiedlich unterstützt wurde. Die Anforderungen an und die Belastungen der Fachpersonen in Angeboten der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung haben sich pandemiebedingt nochmals erhöht. Das Recht der Kinder auf Bildung und lebenslanges Lernen konnte nur bedingt gewährleistet werden. Insbesondere während der angeordneten Schliessungen war die Kontinuität des frühkindlichen Lernens weitgehend vom familiären Setting abhängig.


Die Erfahrungen in den verschiedenen EU-Ländern zeigen, dass Strategien für die frühkindliche Bildung und Massnahmen zur Unterstützung von Angeboten und Fachpersonen der FBBE erarbeitet werden müssen, um allen Kleinkindern, unabhängig ihres sozioökonomischen Hintergrunds, frühkindliche Bildung zu ermöglichen. Die positiven Erfahrungen aus den Veränderungen wie die Betreuung von kleineren Kindergruppen, bessere Hygieneroutinen, der Aufenthalt im Freien und neue Wege der Teamzusammenarbeit sollten beibehalten werden.

Investitionen in die Governance und Qualität des Sektors sind notwendig, um diese wie auch zukünftige Krisen bewältigen zu können. Dazu gehört auch die Verbesserung der Ausbildung und der Arbeitsbedingungen der Betreuungspersonen.


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