Weltstillwoche 2021

Mit dem Motto «Stillen schützen: eine Verantwortung der Gesellschaft» legen Stillförderung Schweiz und die beteiligten Partnerorganisationen im Rahmen der Weltstillwoche vom 18. bis 25. September den Fokus auf die gemeinsame Verantwortung für stillfreundliche Rahmenbedingungen in allen Gesellschaftsbereichen. Diese sind im Interesse aller, denn die positiven Auswirkungen des Stillens auf die Gesundheit von Mutter und Kind sind kurz- und langfristig wissenschaftlich belegt.


Foto: Wes Hicks / unsplash

Für Säuglinge ist Muttermilch die optimale Ernährung. Stillen reduziert nicht nur die Kindersterblichkeit, sondern wird mit einem geringeren Risiko für Übergewicht und seine Folgekrankheiten wie Typ-2-Diabetes, für Infektionskrankheiten und allergische Erkrankungen assoziiert. Auch für die Mutter reduziert sich das Risiko einer Brustkrebserkrankung. Überdies zeigte sich im Rahmen einer Längsstudie, dass gestillte Kinder unabhängig vom Einkommen und IQ der Mutter eine höhere kognitive Leistungsfähigkeit haben.


Aus organisatorischen Gründen stillen Frauen oftmals früher als von der Fachwelt empfohlen ab. Stillfreundliche Rahmenbedingungen ermöglichen es, dass Eltern diesen persönlichen Entscheid selber treffen können.


Um stillfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen, sind verschiedene Massnahmen zu ergreifen. Diese umfassen eine angemessene Unterstützung des Familiensystems im Sinne einer kostenlosen und niederschwelligen Beratung und Begleitung der Familien durch Fachpersonen sowie eine Entlastung der Familie durch einen aktiven Einbezug des Vaters, eine Elternzeit und flexible Arbeitsmodelle für beide Elternteile. Eine gesellschaftliche Akzeptanz des Stillens ist erforderlich, damit Stillen in der Öffentlichkeit wie auch im Arbeitsumfeld selbstverständlich wird. Aber auch in Angeboten der familienergänzenden Kinderbetreuung ist das Stillen und/oder Füttern von Kindern mit Muttermilch zu ermöglichen. Darüber hinaus sind Milchbanken zu fördern und zu finanzieren.


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