Früh übt sich – Partizipation in der frühen Kindheit

Die Mitwirkung von Kindern in Angelegenheiten, die sie betreffen, ermöglicht Kindern, Selbstwirksamkeitserfahrungen zu sammeln und soziales Engagement zu erleben. Kinder lernen dabei, ihre Meinung frei zu äussern. Partizipationsprozesse fördern nicht nur die Gesprächskultur, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl. Partizipation wirkt integrativ, wenn für alle Kinder «Räume» geschaffen werden, in denen diese selbstbestimmt handeln können und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und Engagement angeregt werden.

«jungbewegt»

Mit dem Projekt «jungbewegt – für Engagement und Demokratie» fördert die Bertelsmann Stiftung in Deutschland, Engagement, Partizipation und Demokratiebildung von jungen Menschen im Alter von 2 bis 22 Jahren in Einrichtungen des frühkindlichen, schulischen und ausserschulischen Bereichs. Denn grundlegende Wert- und Handlungsorientierungen werden im Kinder- und Jugendalter erworben. Im Frühbereich wurde mit «Mitentscheiden und Mithandeln in der Kita» eine Fortbildung für pädagogische Fachpersonen zur Partizipation von Kindern im Alter von 2 bis 6 Jahren konzipiert.


Publikationen zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen

Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen wird dementsprechend auch in verschiedenen Neuerscheinungen im Verlag Bertelsmann Stiftung thematisiert. Die adressierten Zielgruppen unterscheiden sich. Mit der Bilderbuch-Reihe «Leon und Jelena» erfahren Kinder, wie Leon und Jelena in ihrem Kita-Alltag Mitwirkung erleben. Im «Das Praxisbuch: Mitentscheiden und Mithandeln in der Kita» wird pädagogischen Fachpersonen veranschaulicht, wie Teilhabe und das Engagement von Kleinkindern im Alter von zwei bis sechs Jahren im Kita-Alltag ermöglicht und gefördert werden kann. Ebenfalls zu erwähnen ist der dritte und letzte Band der Reihe «Gesellschaftliches Engagement von Benachteiligten fördern», dessen Fokus darauf liegt, wie unterschiedliche Akteure im Sozialraum gemeinsam die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen stärken können. Demgegenüber befassen sich die ersten beiden Bände mit adäquaten Methoden und Konzepten, um ausgehend von lebensweltlichen Themen die Teilhabe und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf jenen, die aufgrund Herkunft, Bildungshintergrund, sozioökonomischer Situation, Geschlecht und/oder Religion Benachteiligungen erleben.


Zu den Publikationen:


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